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Wir schlagen vor

Schmelztiegel von Kulturen und Nationen - Südpolen und die Westukraine

Ausflugsbeschreibung

1. Tag: Kraków

Anreise in die Königsstadt Kraków. Anschließend Folkloreabendessen in einem typisch polnischen Restaurant.

Übernachtung in Kraków.

2. Tag: Kraków

Heute haben Sie die Gelegenheit zu einer Stadtführung in Kraków.

Das einzigartige historische Flair sowie unzählige Architekturdenkmäler und Kun-stschätze machen Kraków zu einer der
schönsten Städte Europas. Krakauer Alt-stadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt ist stolz auf seine 5500 denkmalgeschützten Häuser und etwa 2,5 Millionen Kunstwerke. Sie sehen heute den größten Hauptmarkt in Europa, Rynek Główny, mit seinen bekannten Tuchhallen (14.Jh.), im Polnischen Sukiennice. An der Ostseite des Platzes erheben sich zwei ungleiche Türme der gotischen Marienkirche mit ihrem wohl berühmtesten Kunstwerk – dem Altar von Veit Stoß. Über die Altstadt erhebt sich auf einem Hügel das Wawel Schloss.

Am Nachmittag besichtigen Sie das jüdische Stadtviertel Kazimierz.

Der Stadtteil liegt südöstlich des Wawel-Hügels. Das 1335 vom König Kazimierz Wielki angelegte Kazimierz war vom 15. Jh. bis zum 2. Weltkrieg ein jüdischer Stadtteil. Nach dem Krieg verlassen und vernachlässigt, beginnt er nun seinen ehemaligen Glanz wieder-zugewinnen. Es gibt hier Orte, an denen die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Derweil verstecken sich hinter den Fassaden exklusive Hotels, Restaurants mit jüdischer Küche und gemütlich urige Kneipen mit einer geheimnisvollen Atmosphäre und Livemusik. In der ul. Szeroka, die das Zentrum des Judenvier-
tels darstellt, wo auch die meisten Aufnahmen zu Spielbergs Film „Schindlers Liste“ entstanden, steht eines von zwei heute noch zu Sakralzwecken vorbehaltenen Gebets-häusern, die Rehmu-Synagoge.

Zum Abendessen sind Sie heute mit Klezmer-Musik in eines der jüdischen Restaurants eingeladen.

Übernachtung in Krakow.

3. Tag: Kraków - Przemyśl – Posada

Rybotycka – Krasiczyn (325 km)

Auf der Fahrt besuchen Sie ortodoxe und ukrainisch-byzantinische Gotteshäuser in Lemkenland, z. B. einen aus dem 17. Jh. sta-mmende Tempel in Owczary. In Przemyśl, auf der ortodoxen Route (u.a. Karmeliter-Orden-Komplex und Jesuitenkirche), erfahren Sie die komplizierte Geschichte der Beziehungen zwischen ortodoxer und katholischer Kirche in Polen. Anschliessend findet eine Exkursion nach Posada Robotycka statt, wo sich die ältste ortodoxe Kirche Polens befindet. Sie ist eines der sehenswertesten Denkmäler dieser Region. Sie übernachten im Schlosshotel in Krasiczyn.

4. Tag: Krasiczyn – Lemberg (110 km)

Sie überqueren heute die Grenze zwischen Polen und der Ukraine. Nach der Ankunft in Lemberg beginnen Sie Ihre erste halbtägige Stadtrundfahrt/-rundgang.

Lemberg war, ist und wird immer eine seltsame Stadt sein. Sie ist Grenzstadt und zugleich Stadt aus einem Mix von verschiedenen Kulturen, Religionen, Nationalitäten, deren architektonisches und kulturelles Erbe und vor allem die malerische Atmosphäre im Laufe von acht Jahrhunderten von Ukrai-nern, Polen, Deutschen, Juden, Österreichern, Griechen, Armeniern, Italiener, Ungarn, Tschechen, Russen, sogar von Schotten und Sorben geprägt wurde.

Besichtigung der Architekturdenkmäler aus dem 14. bis 20. Jh., sowie die Sehenswürdigkeiten, welche in die österreich-ungarische Periode fallen: Das Gebäude des Sejms von Galizien, die Residenz des Reichsstatthalters, die Aufenthaltsresidenz österreichischer Kaiser und der Palast des Ministerpräsidenten Österreichs Goluchowski. Anschließend besuchen Sie den Lytschakowski-Friedhof mit den klassischen Skulpturen von den bekannten Meistern Leopold und Johann Schimser. Wir empfehlen Ihnen auch einen kurzen Spaziergang hoch auf den „Hohen Schlossberg“, wo Sie von der Aussichtsplattform ein wunderschönes Panorama über die Stadt genießen können.

Nach dem Abendessen besichtigen Sie die weltberühmte Lemberger Oper und erhalten dabei auch eine kurze Führung durch das Gebäude.

Übernachtung in Lemberg.

5. Tag: Lemberg – Brody – Ternopil (277 km)

Mit Ihrem Stadtführer unternehmen Sie heute einen Stadtrundgang durch die Altstadt (das Herz des mittelalterlichen Lemberg - Rynokplatz mit dem Rathaus, Apotheken-Museum, Lateinische Kathedrale, Armenische Kathedrale, Jesuitenkirche, Dominikanerkirche, die Maria-Entschlafen-Kirche, Pulverturm, viele Denkmäler sowie die Lemberger Löwen).

Nach dem Mittagessen fahren Sie nach Brody, Zentrum der jüdischen Kultur und Geburtsort des bekannten Schriftstellers Joseph Roth. Sie besuchen u.a. das Gymnasium, wo Joseph Roth unterrichtet wurde, die Synagoge sowie den jüdischen Friedhof. Danach erfolgt die Weiterfahrt nach Ternopil für eine Zwischenübernachtung.

Abendessen im einzigartigen Restaurant Stari Mlin (Alte Wassermühle) in Ternopil. Übernachtung im Hotel in Ternopil.

6. Tag: Ternopil – Czernowitz (171 km)

Nach dem Frühstück fahren Sie nach Czerno-witz. Sie absolvieren heute dort einen ersten Orien-tierungsrundgang durch die Altstadt. Abendessen im Retro-Restaurant mit Folkloresshow.

Übernachtung in Czernowitz.

7. Tag: Czernowitz

Mit dem örtlichen Stadtführer machen Sie heute eine ganztägige Stadtrundfahrt/-rundgang: Heiliger Geist Kathedrale, Theater, ehemaliger Wohnsitz des Bischofs von Bukowina und Dolmacia (heute die Universität). Sehr interessant ist auch der Konzertsaal der Philharmonie (1876), in dem Enrico Karuzo einmal aufgetreten ist sowie eine Besichtigung des Denkmals von Franz-Josef I.

Nach dem Mittagessen Besichtigung des Dia-spora-Museums von Bukowina. Das im architektonischen Art-Nouveau-Stil errichtete Gebäude ist zugleich das Zentrum der Union der Landsleute von Bukowina. Hier kann man das Leben und die Arbeiten der in der ganzen Welt lebenden Bukowiner und Ihrer Nachkommen kennen lernen. Unter ihnen sind bekannte Schriftsteller wie Rosa Ausländer, Paul Tselan sowie der Sänger Joseph Schmidt.

Übernachtung in Czernowitz.

8. Tag: Czernowitz – Jaremtsche (126 km)

Am Morgen begeben Sie sich in die Karpato-Ukraine nach Jaremtsche. Das ist eine Stadt in den Bergen, eines der schönsten Touristenzentren in den Karpaten. Sie machen einen Ausflug ins Herz von Huzulschtschyna, einer Region, wo die ethnische Bergvolkgruppe der Huzulen heimisch ist. Sie erfahren hier etwas über die Sitten und Bräuche sowie die Lebensweise der Huzulen und lernen Kirchen und andere Holzbauten kennen.

Abendessen im Hotel.

Übernachtung in Jaremtsche.

9. Tag: Jaremtsche – Mukatschewo –

Uschhorod (259 km)

Nach einem frühen Frühstück fahren Sie in Richtung Westen, nach Mukatschewo und Uschhorod.

Die alte Stadt Munkacs, so die ungarische Bezeichnung, gehörte, wie das gesamte transkarpatische Gebiet über 1000 Jahre zum ungarischen Herrschaftsbereich. Die Region war von alters her multiethnisch und -religiös geprägt. In Mukatschewo, einem der größten Zentren der jüdischen Orthodoxie und des Chassidismus in Ungarn, lag der jüdische Be-völkerungsanteil bei über 40%. Die Stadtrundfahrt durch Mukatschewo macht Sie mit dem bekannten Dom Palanok (14.-17. Jh.) und mit Weißem Palast (ehemaliger Residenz der Grafen Rakoczi) vertraut. Mittagessen im Stadtrestaurant. Weiterfahrt nach Uschhorod.

In Uschhorod machen Sie eine Stadtrundfahrt mit Besuch der griechisch-katholischen Kathedrale (17.Jh.) und des Philharmoniegebäudes (ehemalige Synagoge). Anschließend begeben Sie sich in das Stadtzentrum und spazieren durch die Straßen Korso und Schwabe, wo die in Deutschland und Öster-
reich Geborenen Ende des 19. und Anfang des 20. Jh. gelebt haben. In Uschhorod befinden sich noch heute römisch-katholische, unierte, orthodoxe, reformierte und protestantische Gotteshäuser sowie eine Synagoge. In den 1920ern waren von den 500.000 Einwohnern Transkarpatiens 60% Ukariner, 16% Ungarn, 13% Juden, 4% Slowaken und Tschechen, 2% Rumänen und 2% Deutsche.

Abendessen im Hotel.

Übernachtung in Uschhorod.

10. Tag: Uschhorod – Heimreise

Nach dem Frühstück treten Sie heute Ihre Heimreise an.

 
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